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Mobile-Marketing
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Mobile-Marketing − Einführung

fotolia_2889503_xs_120_01 Sowohl im Privat- als auch im Geschäftsleben hat das  Mobiltelefon binnen kurzer Zeit einen besonderen Stellenwert erlangt. Wobei kurz hierbei bedeutet, dass es weniger als sieben Jahre in Anspruch nahm bis man die ersten 50 Mio. Nutzer verzeichnen konnte. Zum Vergleich: um die gleiche Menge an Nutzern vorweisen zu können, brauchte die Festnetz-Telefonie 50 Jahre und das Internet 15 Jahre.1  Der besondere Stellenwert äußert sich darin, dass das Mobiltelefon oder auch Handy, vom Luxusobjekt der Managementebene zu einem unverzichtbaren Gebrauchsgegenstand der breiten Masse avancierte.2 

Bereits 2005 musste man sich mit der folgenden Aussage auseinandersetzen: 60% der 14-69jährigen gaben an, sich ein Leben ohne Mobiltelefon nicht mehr vorstellen zu können.3  Angesichts solcher „Geständnisse“ erkennen Marketingstrategen schnell das mobile Werbepotenzial. Außerdem ermöglicht mobile Datenkommunikation im Vergleich zum stationären Internet zusätzliche Funktionalitäten und Potenziale4 , nicht nur eine personalisierte und spezifische Zielgruppenansprache, sondern einen orts- und zeitunabhängigen Dialog, in den Unterhaltungs- und Erlebniswelten sowie Image- und Lifestylekomponenten einbezogen werden.

Das Mobiltelefon zählt sowohl bei jungen Menschen als auch bei Erwachsenen zu den persönlichsten Utensilien mit einem ähnlich hohen Intimitätsgrad wie Schlüssel oder Geldbörse, d.h. bei aller Euphorie über das Potenzial ist höchste Sensibilität beim Einsatz des Handys als Werbekanal geboten.5

Grundlagen des Mobile-Marketings

Das Mobile-Marketing bzw. die synonym verwandten Begriffe Mobile Advertising oder Wireless Advertising,  ist als Teilmenge von Mobile Business und Mobile Commerce zu verstehen. Unter Mobile Business sind die Geschäftsprozesse zu verstehen, die unter Zuhilfenahme von beispielsweise Mobiltelefonen, PDAs6, Smartphones7  etc. abgewickelt werden.8 

Mobile Commerce stellt die Untermenge des M-Business dar und umfasst geschäftliche Transaktionen, bei denen die Transaktionspartner für die Anbahnung, Vereinbarung oder Erbringung der Leistung mobile Kommunikationsgeräte verwenden.9 

Analog dazu wird das Mobile-Marketing als „die Planung, Durchführung und Kontrolle von Marketingaktivitäten über mobile Endgeräte“10 definiert.

Technologische Grundlagen und Voraussetzungen des Mobile-Marketings

Die Möglichkeiten des mobilen Endgerätes sind u.a. abhängig von den zu Grunde liegenden Übertragungsstandards, d.h. die Standards der Mobilfunknetze, den darauf aufsetzenden mobilen Diensten und den Location Based Services11.  Die drei Bereiche soll die nachfolgende Übersicht in aller Kürze erläutern.

Überstragungsstandards

Die Überstragungsstandards werden in drei Generationen unterteilt (1G; 2G; 3G).

1G  

Analoges Übertragungsverfahren, das sich aus dem A-Netz, B-Netz und C-Netz zusammensetzt  Begrenzung auf Sprachfunktion

2G    

GMS12-Standard (digitales Netz), SMS, WAP und mobile Shopping möglich

2,5G

GPRS13, Übertragungsraten von 384 Kbit/s

3G

UMTS14, Übertragung von 2Mbit/s, ermöglicht Versand von komplexen Multimedia-Anwendungen

Servicetechnologien

SMS15

Kurzmitteilungsdienst, der den Versand und Empfang von bis zu 160 alphanumerischen Zeichen von einem Handy zum anderen ermöglicht (bzw. von einer E-Mail Adresse oder bestimmten Internetdienstleister zu einem mobilen Endgerät)

MMS16

Multimediale Nachrichten wie Audiotexte, Bildpostkarten und kurze Videoclips, die per MMS-fähigem Mobiltelefon versendet und empfangen sowie an E-Mail-Adressen verschickt werden können

WAP17

Protokoll zur Darstellung und Übertragung von Internetinhalten auf mobile Endgeräte (insbesondere Mobiltelefone) mit eingeschränkter Darstellung (langsamere Übertragungsdaten, längere Antwortzeiten, kleine Displays)18 

Location Based Services (LBS)

Die ortsbezogenen (kontextsensitiven) Dienste (LBS) bezeichnen eine automatische Erfassung und Auswertung von Umfeldinformationen eines Benutzers. Diese Informationen ermöglichen das Angebot vom kontextsensitiven Service, d.h. Dienstleistungen, die vom Nutzer orts- bzw. situationsanhängig bezogen werden können.19

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