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Online-Recht
(1)

Spam

Herkunft des Wortes

Der Begriff Spam ist die Abkürzung für Spiced Ham (die Literatur ist sich nicht ganz einig: häufig findet man auch die Erklärung „Spiced Pork and Meat“) und die Markenbezeichnung der amerikanischen Firma „Hormel Foods“ für Frühstücksfleisch in Dosen. Der Ursprung für die Verwendung dieses Wortes als Synonym für ungebetene Werbemails liegt im bekannten Monty Python Sketch. Darin wird das Wort „Spam“ von den Schauspielern unnötig häufig sprechend und singend verwendet, worin hauptsächlich die Komik dieses Sketches besteht.

Weitere Bezeichnungen wie

UCE (Unsolicited Commercial E- Mail = nicht angeforderte Werbemail) wie z.B. Angebote für illegale Online-Glücksspiel-Casinos, Viagra oder Sex

UBE (Unsolicited Bulk E-Mail = nicht angeforderte Massenmails) z.B. Phishing-Mails oder Kettenbriefe

sind ebenfalls gebräuchlich. Nicht angefordert bedeutet hierbei: Der Versender kann kein im Vorfeld erteiltes Einverständnis des Rezipienten für die gesandte E-Mail nachweisen (selbstverständliche weil der Empfänger dieses gar nicht erst abgegeben hat).

Damit aus normalen E-Mails Spam wird, sind zwei Komponenten notwendig: Zum einen darf die E-Mail vom Empfänger nicht angefordert und zum anderen muss sie als Teil einer Masse von E-Mails mit identischem Inhalt versandt worden sein. Sicherlich kann auch eine unverlangte Mail, die an wenige Personen versandt wird, zum Spam gezählt werden. Jedoch ist diese Konstellation nur selten anzutreffen, da es sich für Spammer (Versender von Spam-Mails) nur selten lohnt einzelne E-Mails an bestimmte Personen zu schicken. Der Erfolg, den die Spammer erzielen, wird meist über die Masse erlangt.

Spam ist jedoch nicht „nur“ ärgerlich und rechtswidrig, sondern es verursacht auch Kosten für den Empfänger, in Form von

  • Filtersoft- und Hardware, die man zum Schutz vor Spam erwerben muss,
  • Opportunitätskosten, die das Lesen und Aussortieren der Mails verursachen.

Unternehmen, die den Versand von ungebetenen Werbemails erwägen, sollten außerdem Folgendes bedenken: Spam-Mails, falls sie überhaupt geöffnet werden, erzielen, aufgrund geringer Akzeptanz und Vertrauenswürdigkeit, nur sehr niedrige Response-Raten. Außerdem wirken sich Spam-Mails im Allgemeinen rufschädigend für das mit viel Potential versehene Instrument E-Mail aus.

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